Was ist Gebärdensprache?
Die Gebärdensprache ist die Sprache unter Gehörlosen und Hörgeschädigte. Diese Sprache hat eine eigene Grammtik und ist ein Teil der viseullen "Sprache".
Zur Gebärdensprache gehört auch die Mimik und die Körpersprache.
Kurzer Blick in die Historie
Schon in der Zeit als die Römer Handelsgeschäfte mit anderen Ländern bettrieben haben, verständigiten Sie sich mit "Händen und Füßen".
Durch das zeigen von Handformen und Zeichen konnten sich die Händler verständigen.
Abbé de L’Epée entwickelte ein "Zeichensystem" für das damalige Schulsystem und diese Art setzte sich in Frankreich und in Europa durch.
Im Jahre 1880 fand ein Kongress statt, der sich mit der Frage beschäftigte, die Gebärdensprache im schulischen Bildungssystem zu etablieren.
Dies wurde abgelehnt, so muss die Kinder Fortan Lippenabsehen.
Erst 1960 gelang es William Stokoe durch seine Forschung, die Gebärdensprache als vollwertige Sprache darstellt.
In Deutschland wurde die deutsche Gebärdensprache erst 2002 offiziell anerkannt.
Gehörlose in Deutschland und weltweit in Zahlen ausgedrückt
Nach Angaben des Deutschen Gehörlosen-Bundes und des Sozialverbands VdK leben in Deutschland etwa 80.000 gehörlose Menschen.
Zusätzlich gibt es viele Menschen mit einer unterschiedlich starken Hörbehinderung. Im Jahr 2023 waren in Deutschland laut dem Bundessozialministerium
307.480 Menschen wegen Taubheit oder Schwerhörigkeit als schwerbehindert anerkannt. Die Zahlen beruhen auf Angaben des Statistischen Bundesamtes.
Ist die Gebärdensprache offiziell anerkannt?
Seit 2008 gibt es mit der UN-Behindertenrechtskonvention wichtige Regeln für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Deutschland hat sich im Jahr 2009 dazu verpflichtet,
diese Regeln umzusetzen.
Dabei geht es nicht nur darum, Menschen mit Behinderungen vor Benachteiligung zu schützen. Die Konvention fordert auch konkrete Maßnahmen für mehr Gleichberechtigung.
Dazu gehören zum Beispiel eine inklusive Bildung und der Abbau von Hindernissen im öffentlichen Raum.
In Deutschland gibt es außerdem das Behindertengleichstellungsgesetz. Es soll verhindern, dass Menschen mit Behinderungen benachteiligt werden.
Der Bund ist dadurch verpflichtet, die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen zu fördern und bestehende Barrieren abzubauen
Gebärdensprache wird international verstanden
Nein, jedes Land hat seine eigene Gebärdensprache. Sogar in Deutschland unterscheiden sich die Gebärdensprache sogar von Bundesland zu Bundesland.
Einfaches Beispiel: Junge (NRW) Bub (Bayedrn), Brötchen (NRW), Schrippen (Berlin)
Tipps im Umgang mit Gehörlosen und Hörgeschädigten Menschen
Sprechen Sie mit Gehörlosen und Hörgeschädigten langsam und deutlich. Sie benötigen ein gutes Mundbild, um das gesprochene Wort absehern zu können.
Vermeiden Sie das "Table Dinner Syndrom", dass heißt, wenn Sie mitGehörlosen oder Hörgeschädigten an einem Tisch in einem Café oder im Restaurant sitzen,
kommt man schnell ins Gespräch, der Gehörlose oder Hörgeschädigte verliert schnell den Faden und den Gesprächen nicht mehr folgen.
Vermeiden Sie verschachtelte Sätze und komplexe Wörter.
Gehörlose und Hörgeschädigte wünschen sich eine barrierearme Kommunikation mit der Umwelt.

